Die Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf

Heinrich-Heine-Universität

Die Hochschule geht 1965 aus „Düsseldorfer Akademie für praktische Medizin“ (1907) hervor. Aus der medizinischen Ausbildungseinrichtung entstand eine Volluniversität, die seit 1988 den Namen Heinrich-Heine-Universität“ (kurz: HHU) trägt.

Die Universität in Düsseldorf

Fakultäten der HHU

Die moderne Hochschule bietet fünf Fakultäten mit einem breiten Fächerangebot.

Medizinische Fakultät

Der Fachbereich Medizin und das Universitätsklinikum Düsseldorf gehen auf die ursprünglich Medizinische Akademie zurück. Durch die enge Nachbarschaft und Zusammenarbeit zwischen Fachbereich und Klinikum vereinen die Institutionen Forschung, Lehre und Krankenhausbetrieb. Der Fachbereich hat mehr als 30.000 Studenten und 2.000 Lehrkräfte.

Für Studierende und Forscher werden die Bereiche Chirurgie, Innere Medizin, Kinderheilkunde, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Dermatologie und Psychiatrie angeboten. Fächerübergreifende und interdisziplinäre Ansätze machen unter anderem die Medizinisch-Neurologisch-Radiologische Klinik (MNR-Klinik) deutlich. Dieses repräsentiert ebenso die kontinuierliche, bauliche Modernisierung des medizinischen Campus.

Neben der Ausbildung von Medizinern mit Staatsexamen engagiert sich der Fachbereich bei Master-Studiengängen für Öffentliche Gesundheit, Toxikologie und Endodontologie. Gemeinsam mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät wird Gesundheitsmanagement gelehrt.

Universitätsklinikum Düsseldorf

Das Universitätsklinikum bildet mit zahlreichen Kliniken und Instituten das vollständige Spektrum der medizinischen Versorgung ab. Spezialisierte Zentren wie das Universitätstumorzentrum (UTZ) führen verschiedene Fachbereiche zur Forschung, Lehre und Behandlung zusammen. Ein bekanntes Zentrum ist die „José Carreras Stammzellbank“, einer der größten Banken für Stammzellen aus Nabelschnurblut der Welt.

Das Klinikum der Hochschule besteht aus über 60 Kliniken und 30 Instituten. Jährlich behandeln diese 47.000 Patienten stationär und über 160.000 Patienten ambulant (2012). Rund 4.917 Mitarbeiter sind im Klinikum beschäftigt, davon 1.000 in der Krankenpflege sowie 825 in der ärztlichen Behandlung. Weitere Angestellte arbeiten in Medizintechnik und Verwaltung.

Philosophische Fakultät

Der Fachbereich bietet Abschlüsse in Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Linguistische Studien sind in der Anglistik und Amerikanistik, Romanistik sowie Germanistik möglich. Weitere Angebote umfassen die Geschichtswissenschaften, Jüdische Studien, Klassische Philologie, Kunstgeschichte Medien- und Kulturwissenschaften, Musikwissenschaft, Philosophie, Sozialwissenschaften und Sprache und Information.

Modernes Japan ist eines der größten Institute für Japanologie in Deutschland mit einer interessanten Fokussierung auf das zeitgenössische Japan. Düsseldorf hat darüber hinaus einen relativ beachtlichen japanischen Bevölkerungsanteil.

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Der Bereich widmet sich den Fächern Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Pharmazie, Physik und Psychologie. Vormals stand das Lehramtsstudium sowie die Ausbildung von Medizinern im Fokus. Der Schwerpunkt liegt heute auf der Bildung von Nachwuchswissenschaftlern. Hierfür werden umfangreiche Förderungen durch Drittmittel von Land, Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) und EU eingeworben. Eine der erfolgreichen Firmen, die aus der HHU hervorgingen, ist das international tätigte Biotechnologie-Unternehmen Qiagen. Die Zusammenarbeit mit namhaften Forschungsinstituten wie dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) rundet das wissenschaftliche Profil ab.

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Der starke Wirtschaftsstandort Düsseldorf begünstigte die Gründung des Fachbereichs. Das 2010 eingeweihte „„Oeconomicum“ zeugt von der großzügigen Unterstützung der Wirtschaft, in diesem Falle durch die Schwarz-Schütte-Förderstiftung. Seit 2011 ergänzt der Fachbereich Volkswirtschaft die Fakultät.

Für Studierende stehen Angebote in allen wirtschaftswissenschaftlichen Feldern zur Verfügung. Bachelorstudiengänge in Betriebs- sowie Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftschemie und Finanz- und Versicherungsmathematik zeigen die Verbindung zu den Wirtschaftsbranchen Nordrhein-Westfalens. Weiterführende Masterstudiengänge sind für alle Bachelorabschlüsse sowie für Kunstvermittlung und Kulturmanagement verfügbar. Hinzu kommt das private Weiterbildungsangebot der „Düsseldorf Business School“ in „General Management“.

Juristische Fakultät

Der neueste Bereich der HHU ist inspiriert durch die Bedeutung Düsseldorfs als Gerichtsstandort der Landeshauptstadt sowie im europäischen Patentrecht. Die europäische Ausrichtung kommt im deutsch-französischen Grundkurs in Kooperation mit der Université de Cergy-Pontoise zum Ausdruck. Er führt zu einem Doppelabschluss in deutschem und französischem Recht. Die Fakultät betreibt darüber hinaus Partnerschaften mit Fakultäten weltweit. Auch die Ausbildung in Anglo-Amerikanischem Recht sowie die praktische Ausbildung kommen nicht zu kurz.

Campus der Hochschule in Düsseldorf

Die Einrichtungen der Universität, das Klinikum sowie die Bibliothek sind auf einem Gelände nur wenig außerhalb des Stadtzentrums zusammengefasst. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie über die Autobahnen ist der Campus ab Hauptbahnhof und Flughafen gut angebunden. Das Gelände umfasst die Bildungseinrichtungen, Kliniken sowie Dienstleistungsbereiche wie Mensa und Bibliothek.

Universitätsbibliothek Düsseldorf

Die Universitätsbibliothek (ULB) ist zugleich Landesbibliothek Nordrhein-Westfalens. Sie betreut die HHU und teilt sich die Aufgaben als Landesbibliothek mit den Universitätsbibliotheken in Bonn und Münster. Neben der zentralen Einrichtung hat die ULB vier dezentrale Standorte. Moderne Technik ermöglicht den Zugang und die Nutzung von Katalogen und elektronischen Büchern und Medien sowohl in den Büchereiräumen als auch extern. Die ULB ist stolz auf ihre historischen Buchexemplare aus der Kurfürstlichen Hofbibliothek aus dem 18.

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