Der Medienhafen von Düsseldorf

Der Medienhafen vereinigt schon in seinem Namen den Kontrast zwischen Altem und Neuem.

Er steht für moderne Büroflächen, auf denen sich 800 Unternehmen angesiedelt haben. Darunter entfallen etwa ein Viertel auf Betriebe und Institutionen des Wirtschaftszweiges Information und Kommunikation, zum Beispiel das Europäische Zentrum für Medienkompetenz und die Landesanstalt für Medien.

Auch der WDR und die Filmstiftung NRW sind hier präsent. Das ehemalige Hafengebiet umfasste bis 1976 den Berger Hafen und den Zollhafen. Dann ergriff auch den Hafen der regionale Strukturwandel der 1970er und 80er Jahre.

Der Landtag und der Rheinturm entstanden hier. Dafür füllte man das Hafenbecken auf.

Bei der Schaffung dieser Düsseldorfs Architekturmeile nahmen die Planer Rücksicht auf die Hafenatmosphäre und historische Bauten. Ein Teil von ihnen steht unter Denkmalschutz. Sie wurden vorsichtig umgebaut und mit den Neubauten in einen Kontrast gesetzt. Alte Kaimauern, stillgelegte Kräne, handgefertigte Geländer, mit braunroter Patina überzogene Gleise und historische Poller bringen Charme in das Viertel der vielen neuen Bauten. 9.000 Werktätige gehen hier täglich ihrem Beruf nach.

Der Medienhafen beheimatet mehrere Hochschulen, mit den unter Studierenden beliebten Abkürzungen: IUBH (Internationale Hochschule Duales Studium), EMBH (Europäische Medien- und Business-Akademie) und EBC (University of Applied Sciences). Sie werben mit der Nähe zu den in Düsseldorf beheimateten Unternehmen und den Netzwerkmöglichkeiten.

Darüber hinaus ziehen das 200 Hektar umfassende außergewöhnliche Stadtquartier sowohl hungrige als auch Ruhe suchende Menschen an: so mit dem Anspruch „fine dine“: das Segin’s Restaurant, direkt am Kai oder das Sattgrün Hafen, eine vegane Gaststätte.
Das Hyatt Regency Düsseldorf und das Innside Düsseldorf Hafen (im farblich herausstechenden Hochhaus Colorium) sind Beispiele für neue, außergewöhnliche Gästehäuser in der Luxusklasse beziehungsweise einer gehobenen Ausstattung.

Der Medienhafen wird Zuwachs bekommen, um zwei 60 Meter hohe Wohntürme. Das Konzept: Win Win steht auch für die gewünschte Zielgruppe der Eigentumswohnungen: Gewinner im Beruf, die gleichzeitig Wert auf eine gediegene Wohn- und Freizeitqualität legen.

Investor des 2020 bezugsfertigen Komplexes mit Fittnessstudio und Dachgarten ist die Frankonia Eurobau. Die Apartments haben zum großen Teil ihre Besitzer gefunden.

Auf den hinten gelegenen Landzungen des Gewerbeviertels finden Besucher weiterhin Unternehmen der Hafenwirtschaft. Der frühere Zollhafen hat sich in einen Sportboothafen verwandelt.

2018 starten die städtebaulichen Abschlussplanungen für den Medienhafen. Hierbei sucht die Stadt gemeinsam mit den Unternehmen um Gewerbelösungen für eine städtbauliche Offenheit, für Verbindungswege zu den anderen Hafenbereichen und mehr Lebensqualität für die Kesselstraße. Dieser Masterplan soll die Kommunikation im Medienhafen erhöhen und Raum für noch mehr Kreativität bieten.

Klarheit gibt es bereits bezüglich des Realisierungstermins für das Pier One: 2022. Der Düsseldorfer Architekt Christoph Ingenhoven zeichnet für die Weiterentwicklung des Projektes der „Living Bridges“ verantwortlich. Anwohner und Besucher hatten die Brücke zwischen der Kaistraße und dem Hyatt Hotel gern genutzt. Sie erhält eine Fortsetzung auf der Speditionsstraße. Das Pier One wird auf Pfählen gebaut und soll eine an den Charakter des Hafens angelehnte Langform erhalten. Es wird über die Wasseroberfläche ragen. Spaziergänger können sich so leicht zwischen der Kesselstraße, der Speditionsstraße und der Weizenmühlenstraße hin und her bewegen. Das Projekt wird ein Bürogebäude umfassen, in das ein Hotel oder Restaurants einziehen.

Düsseldorf wird seinen Charakter als dezentral geplante Landeshauptstadt mit Hilfe der neuesten Stadtentwicklungsprojekte verfeinern. Mit der Neuerfindung des Hafens als dem Startup-, Medien-, Hotel-, Restaurant- und Wohnbezirk haben die Macher gleichzeitig einen architektonischen Hingucker geschaffen.

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